Buchtipps von Prof. Dr. Dieter Pfaff

Finanzberichterstattung

Die Finanzberichterstattung eines Unternehmens dient der Information existierender und potenzieller Investoren, Banken und anderer Fremdkapitalgeber, aber auch dem Fiskus für Besteuerungszwecke, der Selbstinformation sowie einer breiten, interessierten Öffentlichkeit. Die Transparenz der Berichterstattung wird massgeblich durch den angewandten Rechnungslegungsstandard sowie das Management beeinflusst. Der soeben erschienene systematische Überblick „Finanzberichterstattung“ nimmt Bezug auf insgesamt 17 spezielle Themen in der Rechnungslegung, in denen die grössten Stolpersteine der Berichterstattung drohen. Innerhalb jedes einzelnen Themas stellen die Autoren die jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften nach Obligationenrecht, Swiss GAAP FER und IFRS gegenüber. Betrachtet werden insbesondere Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen, Leasinggeschäfte, Unternehmenszusammenschlüsse, Assoziierte Unternehmen, Vorräte, Rückstellungen, Sachverhalte mit Eventualcharakter, Vorsorgeverpflichtungen, Finanzinstrumente, Umsatzrealisierung, Ertragssteuern, ausserordentliche, betriebsfremde, periodenfremde Positionen und Stetigkeit, die Segmentberichterstattung, nahestehende Personen und Unternehmen, Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sowie zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche. In jedem dieser Abschnitte wird zunächst ein kurzer Überblick über die Thematik gegeben, gefolgt von einer Gegenüberstellung der genannten Rechnungslegungsstandards. Ebenfalls beschreiben sie die Schwerpunkte, die durch die Geschäftsleitung bei der Erstellung des Jahresabschlusses sicherzustellen sind. Von grossem Wert sind die Fragen, die jedes Kapitel abschliessen und die sich der Verwaltungsrat als das für die Oberaufsicht und Kontrolle zuständige Organ stellen sollte. Damit wird die Publikation für Verwaltungsrat und Geschäftsleitung zu einem hilfreichen Nachschlagewerk, das umso wertvoller ist, da es von Praktikern (Wirtschaftsprüfer) für Praktiker geschrieben wurde.
Die Autoren des Buches können zusammen 62 Jahre Prüfungserfahrung vorweisen. Peter Kartscher, Bruno Rossi und Daniel Suter sind Partner bei der PricewaterhouseCoopers AG und auf Unternehmen der Telekommunikations- und pharmazeutischen Branche, der Chemie, des Handels und der Verpackung sowie auf Bauunternehmen spezialisiert.

 

Finanzberichterstattung. Systematischer Überblick für Verwaltungsrat und Geschäftsleitung, Schulthess, 2012, 222 Seiten, ISBN 978-3-7255-6452-1 CHF 119.00. Bestellmöglichkeit

IFRS 2012

Buchhalter und andere Mitarbeiter im Rechnungswesen und Controlling, Prüfer, Berater und nicht zuletzt Bilanzanalysten benötigen zunehmend Kenntnisse der IFRS, auch wenn in einem Unternehmen ein anderer Standard angewendet wird. Ein gutes Beispiel ist die Währungsumrechnung. Schweizer Gesellschaften mit Auslandbezug – und sowieso Betriebsstätten ausländischer Unternehmen – führen ihre Bücher oft in der Währung jenes Wirtschaftsraums, in dem sie primär tätig sind (und meist primär Geld einnehmen und ausgeben), der sog. funktionalen Währung. In einem viel beachteten Bundesgerichtsbeschluss vom 1. Oktober 2009 hat das Bundesgericht (BG) präzisiert, dass jene Differenzen, die (nur) aus Umrechnung eines Fremdwährungsabschlusses resultieren, nicht steuerwirksam sind, wobei es erstmals zur Begründung die International Financial Reporting Standards (IFRS) herangezogen hatte (konkret IAS 21 The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates“). Auch sind die IFRS geeignet, dort zu helfen, wo ein nationaler Standard wie Swiss GAAP FER entweder lückenhaft oder für die Umsetzung zu unpräzise ist.
Der hier empfohlene Praxis-Leitfaden ermöglicht es Ihnen, den ständig steigenden Anforderungen an Ihre Kenntnisse einigermassen gewappnet zu begegnen und die Fortentwicklung der IFRS zu begleiten. Das Buch ist in 18 Kapitel untergliedert: Rechtlicher Rahmen der internationalen Rechnungslegung, Grundsätze und Gewinnrealisierung, Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen, Werthaltigkeitstest, Vorräte, Beteiligungen, Finanzielle Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Hedge Accounting, Leistungen an Arbeitnehmer, Ertragsteuern, Fair Value, Jahresabschluss, Berichtsformate, Unternehmenszusammenschlüsse, erstmalige Anwendung der IFRS. Es behandelt damit alle verbindlichen Standards für Geschäftsjahre mit Beginn Kalenderjahr 2012 und stellt die wichtigsten, in der Praxis erforderlichen Kenntnisse in kompakter Form dar. Gerade weil die Ausführungen aus didaktischen Gründen mitunter vereinfacht sind, sollten Sie schnell die wesentlichen Regelungen der IFRS überblicken können. Besonders hilfreich finde ich die zahlreichen Fallbeispiele, die das Verständnis erleichtern. Die 600 wichtigsten englischen Fachbegriffe sind im Text übersetzt und können im Glossar nachgeschlagen werden.

Autor des Buchs ist Dr. David Grünberger, CPA, Leiter des technischen Teams für Accounting in der österreichischen Finanzmarktaufsicht; Mitglied im europäischen Koordinationsausschuss für IFRS-Enforcement (EECS) und im Rechnungslegungsausschuss der europäischen Kommission in Brüssel (ARC); Prüfungskommissär für das Wirtschaftsprüfer-Examen und Dozent für IFRS an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Liebe Leserinnen und Leser meiner Buchtipps: Ich wünsche Ihnen, dass Sie bestmöglich vom Gebrauch dieses ausgezeichneten Buchs profitieren werden, und für 2012 wünsche ich Ihnen alles, alles Gute!

 

Ihr

 

Dieter Pfaff

 

IFRS 2012. Ein systematischer Praxis-Leitfaden 10. Aufl., NWB Verlag, 2011, 430 Seiten, ISBN 978-3-482-52240-6, CHF 56. Bestellmöglichkeit

Einfach besser arbeiten

Einfach immer besser werden ist keine Erfindung der letzten Jahre, sondern eine uralte Maxime, sei es in Unternehmen, im Sport oder an der Universität. Stück für Stück besser werden ist aber beileibe nicht so einfach wie es scheint. Deshalb gibt es verschiedene Rezepte, die man anwenden kann, um auch wirklich besser zu werden.

Im vorliegenden Buch wird der institutionalisierte kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) thematisiert. Als Quelle von Motivation und Innovation soll er helfen, Verschwendungen im Unternehmen zu entdecken, Arbeitsabläufe zu optimieren und Einsparpotenziale sichtbar machen. Hauptanliegen ist dabei, Nachhaltigkeit in die Veränderungsarbeit zu bringen.
Aut
or des Buchs ist Frank Menzel, der u.a. Organisationspsychologie studiert hat und seit 1999 als selbständiger Berater arbeitet. Seine Themenschwerpunkte sind KVP, der Aufbau betriebsinterner Qualifizierungssysteme sowie die Optimierung von Wertschöpfungsprozessen in Produktion und Verwaltung. Menzels Ziel war es, ein praxisnahes Buch für den täglichen Gebrauch zu schreiben, das als Nachschlagewerk, aber auch als strukturiert aufgebauter Leitfaden zu gebrauchen ist. In der Tat erfüllt das Buch diese Ziele, indem im Hauptteil mehr als 50 Stichworte von B wie Benötigte Ressourcen über K wie Kennzahlen bis hin zu Z wie Zielsetzung im KVP präsentiert werden. Der erste Teil des Buchs behandelt auf etwa 25 Seiten KVP und Kaizen im Überblick:

  • Was ist der KVP und wie funktioniert er?
  • Wer hat welche Aufgaben im KVP?
  • Wie wird ein KVP aufgebaut?
  • Wie wird der KVP ins Unternehmen eingeführt?
  • Wie wird ein KVP zu einem nachhaltigen Erfolg?

Weiterhin enthält das Buch eine ganze Reihe einfacher und kleiner Beispiele: Manometerschutz, Ablage, Schachtverkleidung, Kleinteilzuführung, Schnellspannvorrichtung, Feuerwehrwagen, Prüfsiegel, Eckschaufeln, Gurtband.

 

Einfach besser arbeiten. KVP und Kaizen – Kontinuierliche Verbesserungsprozesse erfolgreich gestalten. Frank menzel, ISBN 978-3-03909-203-1, Verlag Versus, 2010, 160 Seiten, Fr. 24.90. Bestellmöglichkeit

Jahrbuch zum Finanz- und Rechnungswesen 2011

Das turbulente Umfeld im Rahmen der Finanz- und Schuldenkrise zeigt einmal mehr die Relevanz einer glaubwürdigen Planung. Eine solche hat auf aussagekräftigen und qualitativ hochstehenden Daten aus Controlling und Rechnungslegung zu basieren. Deshalb sind die Anforderungen an den CFO in den vergangenen Jahren stark gestiegen. So liegt es in seiner Verantwortung, den Bedürfnissen verschiedener involvierter Parteien wie Analytikern, Rating-Agenturen, Investoren und Vertretern aus Kommunikation und Medien unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Rechnungslegungsstandards gerecht zu werden.

 

Vor diesem Hintergrund werden in zwölf Beiträgen namhafter Fachpersonen aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Entwicklungstendenzen im Finanz- und Rechnungswesen dargestellt. Damit sollen die Anstrengungen unterstützt werden, den aktuellen Herausforderungen begegnen zu können.

 

Bei der Lektüre wünsche ich Ihnen viel Freude.

Mit kollegialen Grüssen Ihr

Dieter Pfaff

Die Inhalte und Autoren im Überblick:

Informationen zur Umsatzentwicklung haben einen hohen Stellenwert in der Bericht­erstattung, indem der Umsatz eines Unternehmens oft mit dessen Grösse, Bedeutung und Stellung in der betreffenden Branche gleichgesetzt wird. Der Beitrag von Daniel Suter befasst sich generell mit dem Begriff „Umsatz“, beleuchtet die heutige Regelung der Umsatzrealisierung (OR, Swiss GAAP FER, IFRS) und begründet die Absicht des IASB, die Schwächen der bisherigen Standards durch die Entwicklung eines robusten Konzepts zur Ertragserfassung zu beseitigen. Dabei gilt das Prinzip, dass Umsatz erhaltenes oder zu erwartendes Entgelt für die Übergabe von Gütern und Dienstleistungen an Kunden darstellt. Das Konzept der geplanten neuen Vorschriften wird detailliert beschrieben sowie durch Beispiele verdeutlicht.

 

Aufgrund der weiter steigenden Kosten im Gesundheitswesen befinden sich die Schweizer Krankenversicherer in einem schwierigen Umfeld. Den dadurch wachsenden Bedürfnissen nach Transparenz und Vergleichbarkeit der finanziellen Lage werden die aktuellen Vorschriften zur Rechnungslegung von Krankenversicherern nicht gerecht. In diesem Zusammenhang ist Swiss GAAP FER 41 „Rechnungslegung für Gebäudeversicherer und Krankenversicherer“ entstanden. Christian Fleig und Dieter Pfaff haben in Zusammenarbeit mit der KPMG Schweiz anhand einer Umfrage mögliche Auswirkungen der Einführung von Swiss GAAP FER 41 auf die Branche analysiert.

 

Bei einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen ist für die Muttergesellschaft eine Entkonsolidierung nach IAS 27 durchzuführen. Diese hat zu dem Zeitpunkt zu erfolgen, ab dem das Mutterunternehmen keine Möglichkeit mehr hat, einen Nutzen aus der Tätigkeit des Tochterunternehmens zu ziehen. Im Beitrag von Katrin Dierkesmann und Marc Lüdders wird auf ausgewählte Aspekte einer Entkonsolidierung von Tochterunternehmen eingegangen. Dies ist beispielsweise die Handhabung des auf das Tochterunternehmen entfallenden Goodwills, der im Zeitpunkt des Verlustes der Möglichkeit einer Beherrschung neu zu bestimmen ist.

 

Das aus dem Jahre 1936 stammende Aktienrecht wurde beginnend ab 1964 durch den Schweizerischen Gesetzgeber reformiert und ist 1991 in Kraft getreten. 1995 wurde erstmals eine erneute Änderung des Schweizerischen Rechnungslegungsrechts initiiert und seit 2007 konkretisiert. Silvia und Marco Passardi erläutern in ihrem Beitrag diese Revision und beleuchten in einem ersten Schritt die zu erwartenden Veränderungen für die Rechnungslegung. In einem zweiten Schritt wird ein Vergleich zur Modernisierung des Bilanzrechts in Deutschland gezogen.

 

Die Verfahren und Instrumente des traditionellen finanziellen Rechnungswesens sind mit den aktuellen Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung in Einklang zu bringen. Kaspar Müller betont die Wichtigkeit des finanziellen Rechnungswesens, prüft allerdings, ob das Accounting seine Ziele im Bereich der Erfassung qualitativer Anforderungen aus der Sicht einer nachhaltigen Entwicklung noch erfüllen kann. Aus dieser Überlegung ergibt sich die Frage nach der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im finanziellen Rechnungswesen. Gezeigt werden das Wesen und die Bedeutung ergänzender Accountingsysteme zur Erfassung ökologischer und sozialer Aspekte.

 

Die grosse Bedeutung der Regulierung des Liquiditätsmanagements bei Banken wurde durch die jüngste Finanzmarktkrise besonders sichtbar. Verschiedene Aufsichtsbehörden (FINMA, DEBS) drängen auf höhere Liquiditätspolster sowie die regelmässige Durchführung von Stresstests. Des Weiteren fordern internationale Tendenzen, insbesondere der Entwurf zur Regelung der Liquidität des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, erstmals quantitative Mindestanforderungen an ein effizientes Liquiditätsrisikomanagement bei Banken auf internationaler Ebene. Conrad Meyer und Sandra Meseck beschreiben in ihrem Beitrag die Grundlagen des Liquiditätsrisikomanagements und dessen spezielle Bedeutung für den Bankensektor. Weiter werden aktuell geltende Lösungen für Banken in der Schweiz, die Rolle internationaler Accountingstandards sowie Regelungen von Börsen zum Thema Liquidität beleuchtet.

 

Als Konsequenz der jüngsten Finanzmarktkrise sehen Planungsfachleute die Erarbeitung einer „Strategie“, die vom Management umzusetzen ist, nicht mehr nur als Aufgabe des Top Managements. Die mittleren Managementebenen spielen bereits bei der Entwicklung der Strategie eine entscheidende Rolle. In diesem Zusammenhang haben Andrew Mountfield, Carmen Schurgast und Samuel Wiedmer eine Untersuchung anhand von 262 Führungskräften aus Schweizer Organisationen durchgeführt. Die Untersuchung soll einerseits die Erfolgsfaktoren eines guten Strategieprozesses analysieren, andererseits werden aber auch die unterschiedlichen Rollen des obersten und des mittleren Managements beleuchtet.

 

Die Unternehmen innerhalb der globalen, grenzenlosen und vernetzten Gesellschaft der Gegenwart bedürfen neuer Managementmethoden und -prozesse. Sven Piechota beschreibt in seinem Beitrag die Rolle des Managements im Wandel sowie die Grundlagen der Steuerungssysteme des Managements. Als mögliche Innovationen werden zwei Ansätze ausführlich besprochen: Ein „Control“-fokussiertes Design (Management Control System, MCS) sowie als Alternative das dynamische integrierte Design des Unternehmenssteuerungssystems.

 

Massive Kostensteigerungen im Gesundheitswesen führen zu einem grundlegenden Wandel des Kostenmanagements von Banken. Über viele Jahre dominierte das Bild von Spitälern als öffentliche Einrichtungen, die sich keinem nennenswerten Wettbewerb ausgesetzt sehen. Der angestiegene Kostendruck bei Schweizer Spitälern führt zur Notwendigkeit eines gezielten Kostenmanagements und einer Anpassung der Kostenstrukturen. Der Beitrag von Thomas Rautenstrauch und Katja Holzwarth-Abegg verfolgt das Ziel, den Stand des Kostenmanagements in den Spitälern der Deutschschweiz transparent darzustellen und Optimierungsempfehlungen vorzuschlagen.

 

In enger Abhängigkeit zur zunehmenden Globalisierung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten „Outsourcing“ in der Unternehmenspraxis zu einem verbreiteten Phänomen entwickelt, das den Unternehmen entscheidende Vorteile bieten soll. Studien zeigen jedoch, dass sich diese hohen Erwartungen nicht immer realisieren lassen und eine ineffiziente Nutzung von Outsourcing zu Unzufriedenheit auf beiden Seiten der Partner führen kann. Der Beitrag von Erik Hofmann befasst sich mit alternativen Formen des Outsourcings in der Logistik, der finanziellen Darstellung von Veränderungen in der Logistik sowie den finanziellen Folgen von unterschiedlichen Formen eines Outsourcings. Ferner wird die Frage gestellt, wie finanzielle Mittel im Kontext verschiedener Outsourcingformen aufgebracht werden können.

Jahrbuch zum Finanz- und Rechnungswesen 2011. Conrad Meyer / Dieter Pfaff (Hrsg.) ISBN 978-3-297-14111-3, WEKA-Verlag, Zürich 2011, 333 Seiten, Fr. 98 (exkl. MWST). Bestellmöglichkeit. 

Verrechnungspreise

Die angemessene Gestaltung von Verrechnungspreisen stellt eine klassische Aufgabe des Controllings dar, wobei im Vordergrund in der Regel die Koordination der einzelnen Unternehmensbereiche steht. Infolge stetiger Internationalisierung der Unternehmen gewinnt die steuerliche Angemessenheit von Verrechnungspreisen zunehmend an Bedeutung. So wurden in den vergangenen Jahren in zahlreichen Ländern gesetzliche Regelungen zur Gestaltung von Verrechnungspreisen erlassen und kontinuierlich ausgebaut. Mit den Verrechnungspreisrichtlinien der OECD existiert zudem ein auf internationaler Ebene mehrheitlich akzeptierter Standard, welcher ebenfalls Änderungen unterworfen ist.

Orientierung in diesem „Dschungel“ der Verrechnungspreisgestaltung bietet seit 1997 das Handbuch der Verrechnungspreise von Vögele/Borstell/Engler, welches nun 2011 in 3., vollständig neubearbeiteter Auflage erschienen ist. Als Standardwerk der Verrechnungspreisgestaltung liefert es detaillierte Informationen zu relevanten Rechtsquellen, der Systematik der Prüfung und Dokumentation, den einzelnen Verrechnungspreismethoden sowie zu den ebenfalls von der Verrechnungspreisgestaltung tangierten Rechtsgebieten Umsatzsteuer und Zoll. Im Mittelpunkt steht dabei die praktische Anwendung. Ausführlich werden für unterschiedliche Anwendungsbereiche sämtliche Aspekte der Verrechnungspreisgestaltung behandelt. Das Buch liefert nicht nur Antworten auf unzählige Fragen der Verrechnungspreisgestaltung, sondern bietet anhand von 432 kurzen Beispielen und 11 umfangreichen Fallstudien praxisnahe Lösungsansätze für verschiedenste Fragestellungen der Verrechnungspreisgestaltung. Ergänzt werden die Ausführungen durch eine umfangreiche Materialsammlung der einschlägigen Verrechnungspreisvorschriften und einem Transfer Pricing Global Reference Guide auf CD-ROM.

Das Buch wendet sich an alle Adressaten, die mit der Verrechnungspreisgestaltung in der Praxis in Berührung kommen. Dabei kann es sich um Mitarbeiter in der Steuer-, Controlling-, oder Vertriebsabteilung von Unternehmen, aber auch um Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Unternehmensberater handeln. Aufgrund des Umfangs und der Tiefe der vermittelten Informationen eignet sich das Handbuch in erster Linie für eine intensive Auseinandersetzung mit der Materie oder als Nachschlagewerk, weniger jedoch für einen ersten Einstieg in die Thematik. Nutzer dieses Handbuchs sollten daher bereits eine gewisse Grundkenntnis der Verrechnungspreisgestaltung besitzen. Gleichwohl wird zu Anfang des Buchs ein ABC der Verrechnungspreise breitgestellt, um Unerfahrenen den Zugang zu diesem komplexen Themenfeld zu erleichtern. Einschränkend muss darauf hingewiesen werden, dass das Handbuch in erster Linie deutsches und internationales (OECD) Recht abdeckt, wobei in dieser Auflage neu ein Kapitel zur Verrechnungspreisgestaltung in der Schweiz aufgenommen wurde.

 

Verrechnungspreise, Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Handbuch, 3., vollständig neubearbeitete Auflage 2011. Buch mit CD/DVD. Mit CD-ROM Materialien zur 3. Auflage. 2308 S. In Leinen, C. H. Beck ISBN 978-3-406-56636-3, CHF 284. Bestellmöglichkeit. 

Rechnungswesen, Rechnungslegung und Controlling in der Schweiz

Ein solides Rechnungswesen- und Finanzverständnis bei allen Stakeholdern eines Unternehmens zu fordern und zu fördern, ist die wichtigste Aufgabe von veb.ch, die bereits in den Gründungsstatuten von 1936 enthalten war. Das vorliegende Buch, das zum diesjährigen Jubiläum unseres Verbands publiziert wurde, leistet einen Beitrag zur Erfüllung dieses Auftrags.

In zwölf Beiträgen namhafter Experten werden die Mindestanforderungen aus betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Sicht herausgearbeitet. Ein erster Teil behandelt die Mindestanforderungen aus Sicht des Verwaltungsrats, Managements, der Gläubiger und der Steuerbehörden. Im zweiten Teil werden die Mindestanforderungen an True and Fair View und Konzernabschluss sowie an die interne Steuerung und Kontrolle, Corporate Governance sowie die Revision beleuchtet. Der dritte Teil schliesslich diskutiert die Mindestanforderungen in der historischen Entwicklung und wagt einen Ausblick auf die neuen Herausforderungen, vor denen Finanzabteilung und CFO zukünftig stehen werden.

 

Auch wenn ich als Herausgeber des Werks befangen bin, bin ich doch der Meinung, dass diese Jubiläumsschrift ein Thema aufgreift, das noch nie so kompakt behandelt wurde. Es sollte daher in keiner Bibliothek, aber auch nicht auf dem Schreibtisch eines jeden veb.ch-Mitglieds fehlen!

 

Die Autoren und Themen im Einzelnen:

Herbert Mattle
Mindestanforderungen des Verwaltungsrats aus Stakeholdersicht

Dieter Pfaff und Gerd Peters
Mindestanforderungen des Managements an das operative Controlling

Hans Baumgartner, Daniel Muff, Thomas Hafner
Mindestanforderungen an Rechnungswesen und Controlling aus Sicht der Fremdkapitalgeber – Eine Erörterung aus Sicht der Credit Suisse

Branko Balaban
Mindestanforderungen der Steuerbehörden an das Rechnungswesen

Thomas Stenz
Mindestanforderungen der Revision an das Rechnungswesen

Max Boemle
Mindestanforderungen an die Umsetzung des True-and-Fair-View-Grundsatzes in der Finanzberichterstattung

Conrad Meyer und Sibylle Mattmann

Mindestanforderungen an den Konzernabschluss

T. Flemming Ruud, Shqiponja Isufi, Michèle F. Rüdisser

Mindestanforderungen an die Interne Steuerung und Kontrolle

Peter Leibfried

Mindestanforderungen an die Corporate Governance

Reto Eberle

Mindestanforderungen an Revision und Rechnungslegung während der (Unternehmens-)Krise

Franz J. Kessler

Mindestanforderungen an die Rechnungslegung im Schweizerischen Obligationenrecht

Andrew Mountfield und Mario Schoeb

Von Risiko und IT – Finanzabteilung und CFO vor neuen Herausforderungen

 

Rechnungswesen, Rechnungslegung und Controlling in der Schweiz
Mindestanforderungen aus betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Sicht.
ISBN 978-3-286-51445-4, Verlag SKV, Zürich 2011, 288 Seiten, Fr. 78.–, 20% Rabatt und versandkostenfrei für Mitglieder veb.ch, ACF und Swisco. Bestellmöglichkeit

IFRS aktuell

Worum es geht:
Nach den memoranda of understanding mit dem FASB (2006 ff.) reisst die Kette von IFRS-Änderungen nicht mehr ab. Noch in diesem Jahr sollen die „Konvergenz“ von IFRS und US GAAP abgeschlossen sowie erstere von der SEC – mit einer mehrjährigen Übergangsfrist – auch für US-Emittenten zugelassen werden. Massiv beschleunigt und kompliziert wurden diese fortlaufenden Veränderungen – im Bereich der Finanzinstrumente gar in mehreren Strängen – seit 2008 durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, mit welcher die Standardsetter seitens G20 und Financial Stability Board (FSB) unter Druck gerieten.

Vor diesem Hintergrund ist Compliance zur kostspieligen Herausforderung geworden. Einerseits müssen die Unternehmen zufolge IAS 1 und 8 in den Anhängen ihrer Jahresabschlüsse den IFRS-Umsetzungsstand systematisch darlegen: erstens die per Anfang Berichtsjahr in Kraft getretenen neuen, überarbeiteten oder angepassten IFRS; zweitens die noch nicht zwingend anwendbaren IFRS-Änderungen – jeweils mit Bezugnahme auf die Übergangsregelungen sowie die effektiven bzw. potenziellen Auswirkungen im Abschluss. Andererseits hinkt die offizielle deutsche Übersetzung den IFRS-Änderungen im Original bis heute hinterher. Dennoch setzen sich erst wenige deutschsprachige Publikationen zum Ziel, diese IFRS-Änderungen anwendergerecht darzustellen und zu erläutern. Mit der vorliegenden, von KPMG in 4. Auflage herausgegebenen Schrift wird dieses Ziel erreicht. Das Buch bezieht sich auf den Zeitraum vom 30. Juni 2008 bis 30. Juni 2010, in dem ein neuer Standard (IFRS 9 Finanzinstrumente; der IFRS for SMEs ist ausgeklammert), zwei überarbeitete Standards (IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS und IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe Stehenden), fünf neue Interpretationen (IFRIC 15 bis 19) und sehr zahlreiche Anpassungen publiziert wurden (Improvements und andere), wobei letztere teils mehrfach denselben Standard zum Gegenstand hatten (IFRS 7 und IAS 39, Finanzinstrumente betreffend; IFRS 1) - nicht zu reden von Folgeanpassungen (consequential amendments) anderer Standards, die in angepassten Standards vorgesehen werden.

 

Was das Buch auszeichnet:
IFRS aktuell widmet jedem neuen, überarbeiteten oder von Anpassungen betroffenen IFRS (Standard oder Interpretation), beginnend mit IFRS 9, ein eigenes Kapitel (wobei die erwähnten Folgeanpassungen teils bei dem Standard, der sie vorsieht, besprochen werden). Da die Zäsur beim 30. Juni 2010 gesetzt ist, fanden der Weiterausbau von IFRS 9 (mit Anpassung des im Buch besprochenen Teils), die weiteren Anpassungen von IFRS 7 und IFRS 1 sowie die Anpassung von IAS 12 nicht mehr Eingang in das Buch; sie wurden erst im 4. Quartal 2010 publik. Die sechzehn Kapitel sind nach einheitlichem Grundmuster variabel gegliedert. Der Umfang der Kapitel und im Einzelnen der Textabschnitte entspricht Umfang und Komplexität der geänderten Regelungen. Diese werden erläutert, gewichtet und auch kommentiert. Wo es der Anschaulichkeit dient, finden sich regelmässig Schaubilder und Anwendungsbeispiele. Das Gemeinschaftswerk zahlreicher KPMG-Mitarbeiter hat den Charakter eines praxisorientierten Lehrbuchs. Es ist ein ausgezeichnetes Werkzeug, um die IFRS-Änderungen bis Mitte 2010 zu verstehen - mit Ausnahme von IFRS 9 sind alle im Geschäftsjahr 2011 in Kraft.

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Herausgeber): IFRS aktuell - Neuerungen bis  2010, 4. Auflage, Stuttgart 2011 (Schäffer-Poeschel Verlag), 214 Seiten, ISBN: 978-3-7910-2990-0. Bestellmöglichkeit.

Controlling-Prozessmodell

Zielsetzung der International Group of Controlling (IGC) ist seit 1995 die Profilierung des Berufs- und Rollenbildes des Controllers und die Verbreitung und Weiterentwicklung einer übereinstimmend getragenen Controlling-Konzeption. In der vorliegenden Broschüre werden die Prozesse im Controlling herausgearbeitet. Es sind dies die folgenden zehn Controlling-Hauptprozesse:

  • Strategische Planung
  • Operative Planung und Budgetierung
  • Forecast
  • Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung
  • Management Reporting
  • Projekt- und Investitions-Controlling
  • Risikomanagement
  • Funktions-Controlling
  • Betriebswirtschaftliche Beratung und Führung
  • Weiterentwicklung der Organisation, Prozesse, Instrumente und Systeme

Diese werden inklusive der Teilprozesse einheitlich beschrieben, grafisch dargestellt und mit Hinweisen für die Praxis versehen. Die Broschüre kann daher als Leitfaden für die Beschreibung und Gestaltung von Prozessen des Controllings gesehen werden. Allerdings gilt auch hier, was für jeden Leitfaden zutrifft: Er gibt Leitplanken vor, die Umsetzung und konkrete Ausgestaltung ist aber Aufgabe des Anwenders: Ein einfaches Copy-Paste ist nicht möglich.

Die knappe und leicht zu lesende Broschüre richtet sich an die Praxis und soll zum einen als Vorlage für die Prozessgestaltung und zum anderen als Hilfestellung zur Überprüfung bestehender Konzepte dienen. Der Leitfaden wurde von der IGC-Arbeitsgruppe „Controlling-Prozessmodell" mit Vertretern aus Industrie und Beratung unter der Leitung von Dr. Uwe Michel, Senior Partner und Leiter des Competence Centers „Controlling und Finanzen" bei Horváth & Partners, erarbeitet.

Viel Spass beim Lesen der Anleitung zur Gestaltung von Controlling-Prozessen.

Controlling-Prozessmodell: Ein Leitfaden für die Beschreibung und Gestaltung von Controlling-Prozessen, 1. Auflage, 2011, Haufe Verlag, 62 Seiten EUR 24.80. Zur Bestellmöglichkeit.

Unternehmensnachfolge in der Theorie und Praxis

Familienunternehmen spielen in der heutigen Wirtschaft eine bedeutende Rolle. So befinden sich in der Schweiz - einer aktuellen Studie der Credit Suisse zufolge - rund 300'000 Firmen in Familienbesitz, von denen sich rund 25 Prozent in den nächsten Jahren um eine Nachfolgeregelung bemühen müssen. Nicht immer ist eine solche Unternehmensnachfolge erfolgreich, im schlimmsten Fall kann kein geeigneter Nachfolger gefunden werden, das Unternehmen muss stillgelegt werden oder die Nachfolge endet im Konkurs. Diese Gefahren verdeutlichen die hohe Bedeutung, die dem Prozess der Unternehmensübergabe zukommt. 

Dabei handelt es sich für den übergebenden Unternehmer in der Regel um eine einmalige Aufgabe, deren komplexe Fragestellungen spezifisches Fachwissen erforderlich machen. Daneben ist die Thematik mit einer hohen Emotionalität verbunden, welche eine objektive und strukturierte Herangehensweise häufig erschwert. Hier kann das St. Galler Nachfolge Modell Unterstützung bieten, indem es die wesentlichen Aspekte der Unternehmensnachfolge auf normativer, strategischer und operativer Ebene aufzeigt. Dementsprechend stehen im Buch von Halter und Schröder nicht fachspezifische Details, sondern eine ganzheitliche Sicht auf die Unternehmensnachfolge im Vordergrund.

Im Einzelnen werden

  • aufbauend auf einer Definition von Familienunternehmen die verschiedenen Ziele und Rollen in Familienunternehmen aufgezeigt und in einem Familienunternehmensmodell zusammengeführt,
  • die volkswirtschaftliche Bedeutung der Unternehmensnachfolge sowie verschiedene Übertragungsformen dargelegt und ausführlich das St. Galler Nachfolge Modell als integrierender Ansatz vorgestellt, sowie
  • die Begleitung und Gestaltung der Unternehmensnachfolge erläutert und wesentliche Erfolgs- sowie Misserfolgsfaktoren im Nachfolgeprozess erörtert.

Die konzeptionellen Ausführungen werden durch zahlreiche Fallbeispiele aus der Beratungspraxis ergänzt, welche ausgewählte Problembereiche der Unternehmensnachfolge veranschaulichen. Im Anhang findet sich ein Katalog mit zentralen Fragestellungen zur praktischen Umsetzung entlang dem St. Galler Nachfolge Modell, welche Übergeber und Übernehmer von Familienunternehmen sowie Berater kritisch reflektieren können. Ein Glossar zu zentralen Begrifflichkeiten soll die Benutzung des Buchs vereinfachen. Das Buch behandelt in einfacher und komprimierter Form die konzeptionellen Grundlagen zur Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen. Es bietet mit dem St. Galler Nachfolge Modell einen grundlegenden Rahmen für eine systematische und ganzheitliche Behandlung der Nachfolgeproblematik. Dabei richtet es sich sowohl an Übergeber und Übernehmer von Familienunternehmen als auch an Berater, welche den Nachfolgeprozess unterstützend begleiten.

Unternehmensbewertung und Aktienanalyse

Unternehmensbewertung und Aktienanalyse spielen nicht nur im klassischen Bereich von Fusionen, Akquisitionen und Anlageentscheidungen, sondern auch im Bereich der wertorientierten Unternehmensführung sowie der internationalen Rechnungslegung eine bedeutende Rolle. Angesichts der Vielzahl an unterschiedlichen Methoden, Ansätzen und Kennzahlen der Unternehmensbewertung und Aktienanalyse erfordert die „richtige“ Bewertung von Unternehmen eine möglichst umfassende Kenntnis der Vorzüge und Nachteile der einzelnen Verfahren. Neben einer grundlegenden Erläuterung von in der Praxis häufig eingesetzten Methoden und Verfahren wird dem Leser daher im Buch von Marcus A. Hauser und Ernesto Turnes anhand eines durchgehenden Beispiels ein Vergleich zwischen den verschiedenen Bewertungsansätzen vermittelt.

Das Lehrbuch ist in die grundlegenden Teile Unternehmensbewertung und Aktienanalyse gegliedert, wobei Zusammenhänge zwischen beiden Teilen aufgezeigt werden. Im Wesentlichen werden im Teil Unternehmensbewertung

  • im Rahmen der Substanzwert-Methode die Unterscheidung von Brutto- und Netto-Substanzwert sowie Entity- und Equity-Ansatz vorgestellt und auf die Bedeutung des Goodwills eingegangen,
  • im Rahmen der Ertragswert-Methoden das Konzept des Diskontierens, die dynamische Investitionsrechnung sowie verschiedene Ertragswert-Methoden erläutert und
  • im Rahmen der Multiplikator-Methode die Grundzüge dieser Methode sowie Entity und Equity Multiples dargelegt

 Der zweite Teil Aktienanalyse baut auf den im ersten Teil vermittelten Kenntnissen auf und behandelt

  • die fundamentale Aktienanalyse, wobei sowohl umweltspezifische Einflussfaktoren als auch Methoden und Kennzahlen der Aktienbewertung  aufgezeigt werden,
  • die technische Aktienanalyse, die insbesondere die grafische Visualisierung von Aktiencharts sowie Trend- und Indikatoranalysen umfasst, und
  • die behavioristische Aktienanalyse, die in knapper Form den Aspekt des menschlichen Verhaltens im Kontext der Aktienanalyse thematisiert.

Ein umfangreicher Teil mit Verständnisfragen und Aufgaben ergänzt die Ausführungen zu den oben genannten Themen. Ein Lösungsheft zu den Aufgaben ist als separates Buch erhältlich. Das Buch behandelt auf einfache Art und Weise die wesentlichen Ansätze der Unternehmensbewertung und Aktienanalyse. Es eignet sich für Studierende von Fachhochschulen, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Weiterbildungs- und Kaderlehrgängen, Kandidatinnen und Kandidaten von höheren eidg. Prüfungen wie z.B. Expertinnen und Experten in Rechnungslegung und Controlling, Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfer, Bank- und Versicherungsfachleute. Weiterhin kann es von Praktikern zur Auffrischung ihres Basiswissens genutzt werden.

Autoren: Marcus A. Hauser/Ernesto Turnes, Herausgeber Verlag SKV, ISBN 978-3-286-34481-5, Zürich 2010, Verlag SKV, 384 Seiten, CHF 98.00. Zur Bestellmöglichkeit.

IFRS für KMU: Erstmals vollständig und anschaulich auf Deutsch!

Nationale Standards sollen die Finanzberichterstattung verbessern und den Vergleich zwischen verschiedenen Unternehmen ermöglichen. Sie erlauben aber keinen effektiven Vergleich mit Abschlüssen ausländischer Unternehmen und erschweren die Konsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften. Mit den – komplexen – International Financial Reporting Standards (IFRS) gab es bisher einen internationalen Standard nur für börsenkotierte Unternehmen. Der im Juli 2009 veröffentlichte IFRS for Small and Medium-sized Entities (IFRS-SME) bietet nun nicht börsenkotierten Gesellschaften eine vielversprechende Alternative.

Das Buch „IFRS für KMU – strukturiert –“  stellt den neuen IFRS-SME in deutscher Sprache weitgehend vollständig vor. Dabei beschränkt sich das Werk nicht einfach auf eine Übersetzung. Durch Einordnung der 34 aneinander gereihten Abschnitte des IFRS-SME in Themenkomplexe – entsprechend der Relevanz und dem praktischen Vorgehen – wird das Verständnis des Standards erheblich gefördert. Alle Teile des IFRS-SME sind so berücksichtigt, dass die Arbeit des potenziellen Anwenders möglichst wirksam unterstützt wird. Trotz dieser „Auflösung“ des Standards zugunsten einer übergeordneten Struktur wurde auf Vollständigkeit, also auf Verarbeitung sämtlicher Paragraphen des Standards, geachtet. Lediglich die Anhänge der Abschnitte 21 bis 23 des IFRS-SME sowie die wenigen in den Text der Abschnitte 11 und 20 eingestreuten Beispiele wurden weggelassen. Verzichtet haben wir auch auf die offizielle Begründung (Basis for Conclusions), die Checkliste zur Darstellung und Offenlegung (Presentation and Disclosure Checklist) sowie das Musterbeispiel eines Abschlusses (Illustrative Financial Statements) nach dem Standard. Eine Checkliste erübrigt sich insofern, als wir die erforderlichen Separatausweise sowie die Pflichtangaben im Anhang eines Abschlusses jeweils vollständig aufgelistet haben und Abschnitt 2 dieses Buchs eine gesamthafte Zusammenstellung vermittelt.

Im Einzelnen ist das Buch wie folgt aufgebaut: Nach einer ausführlichen Einleitung mit Beweggründen, Werdegang und Anwendungsbereich des IFRS-SME, dessen Verhältnis zu den vollen IFRS, Hinweisen zum Umgang mit dem IFRS-SME sowie dessen Einordnung in den schweizerischen Kontext werden sämtliche Bestimmungen nach einheitlichem Muster aufbereitet, nämlich themenorientiert in Form von Tafeln, die miteinander in Verbindung stehen. Jede Tafel verweist auf die darin aufbereiteten IFRS-SME Paragraphen. Querverweise auf andere Tafeln erleichtern  das Erschliessen von Zusammenhängen (z.B. bei einem konkreten Bilanzierungsproblem). Zwar ist in Zweifelsfällen allein der englische Originaltext des Standards massgebend, dennoch kann das Buch ohne weiteres als Grundlage für die Abschlusserstellung verwendet werden. Darüber hinaus ist es geeignet, dort zu helfen, wo ein nationaler Standard wie Swiss GAAP FER entweder lückenhaft oder für die Umsetzung zu unpräzise ist. Damit könnte das Buch zu einem unentbehrlichen Leitfaden jedes Buchhalters und jedes Prüfers werden, der mit nationaler Rechnungslegung konfrontiert ist.

So eignet es sich für alle, die am IFRS-SME ein Interesse haben: Fachleute im Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfer, Controller, Geschäftsleitungsmitglieder, Verwaltungsräte, Investoren, Gläubiger und alle weiteren Abschlussadressaten, aber auch Studierende an Universitäten, Fachhochschulen und höheren Fachschulen. Aber auch Fachleute in internationaler Rechnungslegung überblicken damit schnell die wesentlichen Regelungen des neuen Standards.

Autoren: Stephan Glanzund Dieter Pfaff. Herausgeber veb.ch und Versus Verlag, ISBN 978-3-03909-134-8, CHF 79.00. Bestellen.

 

Unternehmerisches Denken zwischen Strategie und Finanzen

Burkhard Schwenker/Klaus Spremann
 

Worum es geht:

Einfach ausgedrückt geht es um den Gegensatz zwischen strategischem und finanziellem Denken in Unternehmen. Während strategisches Denken Fragen beantwortet, wie, mit welchen Schritten und Aktionen, mit welchen Reaktionen auf zufällige Einflüsse sowie auf Massnahmen von Dritten und von «Gegenspielern» man ein inhaltliches Ziel wohl am besten erreicht, heisst finanzielles Denken – zumindest für börsenkotierte Gesellschaften – die Sicht und die Beurteilung der Kapitalmärkte zu übernehmen, sich also an die Mehrheit der Analysten und Finanzinvestoren anzupassen. Vom Unternehmer oder Manager wird letztlich verlangt, mit der eigenen Meinung zurückzuhalten, wenn es der «Markt» draussen anders sieht. In diesem Spannungsfeld zwischen strategischer und finanzieller Sichtweise bewegt sich das Planungs- und Entscheidungssystem eines Unternehmens. Die Autoren arbeiten die Unterschiede heraus, stellen die als Best Practices geltenden Werkzeuge der beiden Denkschulen heraus und entwickeln einen eigenen Ansatz, der das Spannungsfeld aufweichen soll. Dabei kommt es entscheidend darauf an, in welcher Phase sich das Unternehmen befindet. Im Einzelnen werden vier Phasen unterschieden: Position, Aufbau, Wachstum und Ertrag. Eine wesentliche These des Buchs ist nun, dass in den frühen Phasen strategische Überlegungen und in den späteren Phasen finanzielle Denkweisen dominieren. So sei das Instrumentarium der Kapitalmärkte – Barwerte, Discounted Cashflows, Kapitalkosten – ausgezeichnet in den späteren Phasen des unternehmerischen Geschehens geeignet, während es in den früheren Phasen versage. Dagegen würden strategische Ansätze gerade in den frühen Phasen ihre volle Kraft entfalten, während das strategische Management in den späteren Phasen fehlleiten könne, sofern es nicht mit der Wertorientierung harmoniere.

 

Was das Buch auszeichnet:

Das Buch entfaltet eine moderne Sichtweise der Betriebswirtschaftslehre und setzt sich mit Grundfragen von Unternehmen und Organisationen auseinander.

Es zeigt die typischen Muster auf, in denen der Mensch, das Geld und die Technik miteinander verwoben sind.

Die Autoren verbinden Praxis mit Theorie, was sich auch in der Autorenschaft zeigt: Burkhard Schwenker ist CEO von Roland Berger Strategy Consultants, Klaus Spremann Ordinarius und Direktor am Schweizerischen Institut für Banken und Finanzen.

Das Buch ist vor allem für Praktiker geeignet, die an theoretischen Zusammenhängen und einfachen Theoremen Freude haben und sich mit Hilfe dieses Buch allgemein weiterbilden möchten.

Die Ausführungen sind einfach, humorvoll und provokant zugleich.

 

Unternehmerisches Denken zwischen Strategie und Finanzen. Die vier Jahreszeiten der Unternehmung. Springer Verlag, Berlin und Heidelberg 2008, 360 Seiten, ISBN 978-3-540-75950-8, CHF 83.00. Bestellen.

Die 12 neuen Gesetze der Führung

Worum es geht:

Das Welt- und Menschenbild, das dem Management zugrunde liegt, sei nicht mehr auf der Höhe der Zeit – so lautet die Kernthese von Niels Pfläging. In seinem Ende September frisch auf den Markt gekommenen Buch kritisiert der Autor hierarchieorientierte Organisationsstrukturen, die zu Bürokratie, Erstarrung und innerer Kündigung führen. Eine seiner Kernthesen lautet, dass niemand zugleich führen und managen kann und dass man den Begriff „Führung“ neu denken muss. Führung sei eben genau nicht, die Arbeit anderer zu steuern und zu kontrollieren, Antworten auf alles zu haben und zu geben. Nach Plägings Führungsverständnis wird Führung zu einem Arbeitsinhalt aller. Und man führt, je nach augenblicklicher Rolle, mal mehr und mal weniger. Führung sei es, Unternehmen schneller, flexibler und robuster zu machen und vor allem die Mitarbeiter auf die Kunden und den Markt auszurichten. Nachfolgend finden Sie einige provokante Thesen und Leseproben:

  • „Wer Teams und einzelnen Menschen die Freiheit und den Raum zum Handeln gibt, leistet echte Führungsarbeit. Wer dagegen versucht, seine Mitarbeiter gezielt zu steuern, wer bis in Details Vorschriften und Anweisungen ausgibt, was und wie von wem zu erledigen ist, der hat keine Führungskraft, sondern ist höchstens ein Manager“. „
  • Das Problem ist, dass es einen inneren Zusammenhang zwischen Verantwortung und Entscheidung und zwischen Entscheidung und Handlung gibt. Wer die Verantwortung für seine Entscheidung trägt, entscheidet anders, nämlich verantwortlich. Und wer selbst verantwortlich entscheidet, handelt anders, nämlich entschieden. Wer Verantwortung und Handeln in Organisationen systematisch voneinander trennt, der tilgt Entschiedenheit und Verantwortlichkeit aus der Organisation, der institutionalisiert Beliebigkeit und Verantwortungslosigkeit“.
  • „Glauben Sie niemandem, der Ihnen erzählt, Manager seien vergleichbar mit dem Piloten, der ein Flugzeug fliegt, oder mit dem Chirurgen, der kaputte Organe flickt, oder mit dem Dirigenten, der vor seinem Orchester steht. Das ist Unfug. Heroismus. Management ist schlicht: Maschinenbefeuerung. Kohle in den Ofen schippen. Manager sind Heizer“.
  • „Schuldzuweisung ist also nicht die Lösung. Die Lösung heißt Verantwortung. Leider wird auch dieser Begriff allzu oft missbraucht wie ein Schraubenzieher, der zum Einschlagen von Nägeln verwendet wird. Da ist dann die Rede vom ‚Verantwortlichen’ – gemeint ist aber der formal Zuständige, also der Schuldige. ‚Ich übernehme die Verantwortung’ ist dann ein Schuldeingeständnis: ‚Ich habe Mist gebaut’. Das Problem ist: Wenn Sie in hierarchischen Alpha-Kulturen von Verantwortung sprechen, versuchen die Menschen, Ihre Worte in ihr bestehendes Weltbild einzufügen, und verdrehen alles, was Sie sagen“.
  • „Verantwortung kann man nicht zuweisen, Zuständigkeiten schon. Verantwortung wird freiwillig übernommen. Zuständigkeit kann man nicht übernehmen, die hat man zugewiesen bekommen oder eben nicht. Verantwortung geht über den eigenen Arbeitsbereich hinaus. Zuständigkeit nicht. Die aktive Verantwortungsübernahme eines Mitarbeiters wird von den anderen inklusive Führungsarbeitern passiv zugelassen. Zuständigkeiten werden nicht passiv zugelassen, sondern vom Chef aktiv klar abgegrenzt und aufgeteilt“.

Was das Buch auszeichnet:

  • Niels Pfläging definiert einen neuen Kodex der Führung, in dem Handlungsfreiheit, Selbstverantwortung, Transparenz, Teilhabe, Teamwork und Ergebniskultur die Regel sind.
  • „Wenn Pfläging die Dogmen des Managements durchschüttelt, zerbröseln sie in seinen Händen“, so urteilt die Financial Times Deutschland.
  • Platz 1 der changeX-Bücher-Bestenliste im Oktober 2009.
  • Prämiert als Bestes Personalbuch 2009 (coaching.de).

Die Ausführungen sind einfach, humorvoll und provokant zugleich.

 

Der Kodex: Warum Management verzichtbar ist. Campus Verlag, Frankfurt/M., 2009, ca. 260 Seiten, ISBN 978-3-593-38998-1, CHF 67.00. Bestellen.

Rechnungslegung für Nonprofit-Organisationen

Ein praktischer Kommentar zu Swiss GAAP FER 21

Der Autor zeigt, wie ein aussagekräftiger und doch unkomplizierter Jahresabschluss von grossen Nonprofit-Organisationen und Hilfswerken aufgebaut sein soll. Er erläutert die einschlägigen Bestimmungen von Swiss GAAP FER 21 sowie die ergänzenden Empfehlungen von ZEWO und DEZA in leicht verständlicher Form. Zahlreiche Beispiele aus der aktuellen Rechnungslegungspraxis und weitere Muster illustrieren die Ausführungen umfassend. Zudem wird auch auf die speziellen Rechnungslegungs­bestimmungen für Heime und Werkstätten sowie auf den CURAVIVA-Kontenrahmen eingegangen.

Das praktische Nachschlagewerk beinhaltet alles Wichtige zu Bewertung, Gliederung der Jahresrechnung, Rechnung über die Veränderung des Kapitals (Fondsrechnung), Leistungsbericht und Konsolidierung und richtet sich an alle, die mit der finanziellen Berichterstattung von schweizerischen NPOs zu tun haben oder sich dafür interessieren.

Weitere Informationen

Zöbeli, D.: Rechnungslegung für Nonprofit-Organisationen, ein praktischer Kommentar zu Swiss GAAP FER 21, Schriftenreihe der Fernfachhochschule Schweiz, Zürich: Verlag Orell Füssli, 2007. Bestellung auf hier möglich.

Entgeltliche Unternehmensnachfolge von KMU

In der betriebswirtschaftlichen und juristischen Fachliteratur wird häufig auf Grossunternehmen abgestellt. Deren Anteil am gesamten Unternehmensbestand beträgt aber gerade nur 0,3 %. 99,7 % sind KMU, die ihrerseits durch erhebliche Grössenunterschiede gekennzeichnet sind: Es gibt die Kleinstunternehmen (Mikrounternehmen) und die Unternehmen, welche man schon fast als gross bezeichnen könnte. Es gibt den überschaubaren Coiffeurladen mit zwei Angestellten sowie das Nischenunternehmen mit weltweit hohen Marktanteilen aber wenigen Mitarbeitern, das ähnlich wie Grosskonzerne organisiert ist.

Mikro- und Kleinunternehmen werden in der Regel massgeblich durch die Persönlichkeit des Unternehmers (Patron) geprägt. In den letzten Jahren sind aber auch zunehmend Gründungsteams anzutreffen, die zu zweit oder zu dritt eine gemeinsame Produkt- oder Dienstleistungsidee umsetzen wollen. In jedem Fall haben die Unternehmer den Grossteil der Verantwortung inne und häufig kein Kontrollorgan über sich. Ausser dem Unternehmer wirken häufig nur wenige Personen, eventuell ebenfalls Familienangehörige, an der Leitung des Betriebs mit. Die Beziehungen der Unternehmensleitung zu Kunden und Lieferanten, Fremdkapitalgebern sowie der für das Unternehmen relevanten Öffentlichkeit sind eng. Häufig herrscht ein persönlich-informeller Kommunikationsstil vor. Durch die starke Personalisierung werden die Mitarbeiter direkt und informell geführt. Die Hierarchien sind flacher, die Entscheidungswege kürzer und der Formalisierungsgrad der Organisation geringer als in Grossunternehmen; häufig kennt der Unternehmer alle Mitarbeiter persönlich. Der Zugang zu finanziellen Ressourcen ist begrenzt. Dies gilt zum einen wegen der Identität von Geschäftsführung und Eigentum für das Eigenkapital: Risikokapital ist ausschliesslich von den Unternehmern (Inhabern) selbst aufzubringen. Zum anderen ist aber auch der Zugang zu Fremdmitteln beschränkt. Wegen der Nichtemissionsfähigkeit sind KMU verstärkt auf Bankkredite angewiesen.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel von Giorgio Meier-Mazzucato, die entgeltliche Unternehmensnachfolge von KMU mit Schwerpunkt auf steuerlichen Aspekten darzustellen. Giorgio Meier- Mazzucato ist Dr. iur. Fachmann für Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis sowie dipl. Treuhandexperte und dipl. Steuerexperte. Er beherrscht damit nicht nur die steuerliche Seite, sondern kennt sich auch bestens in den benachbarten Gebieten der Rechnungslegung und der Finanzen aus. Das Buch richtet sich an Praktiker, Berater, Treuhänder ebenso wie an Juristen, Banken und Studierende. Im Einzelnen ist das Werk in drei Teile gegliedert  und aufgrund vielfältiger Beispiele und Darstellungen gut lesbar.

Kapitel II führt in die Grundstrukturen der Unternehmensnachfolge ein (S. 5-60) und stellt die Unternehmensbewertung und die damit zusammenhängenden Steuerwirkungen in den Vordergrund (S. 61-161). Weiterhin werden Art und Zeitpunkt der buchmässigen und steuersystematischen Realisierung von Kapitalgewinnen bzw. -verlusten behandelt (S. 200-254). Kapitel III (S. 256-385) widmet sich vor allem den Arten, Formen und begleitenden Massnahmen der Unternehmensnachfolge bei KMU. Ausführlich wird die Finanzierung der entgeltlichen Unternehmensnachfolge diskutiert. Kapitel IV (S. 390-648) behandelt ausführlich die steuerlichen Wirkungen im Einzelnen, und zwar getrennt für Einzelunternehmen (S. 403-500), Personengesellschaften (S. 500-531) und Kapitalunternehmen (S. 532-648). Die steuerlichen Betrachtungen behandeln die direkte Bundessteuer, die Mehrwertsteuer sowie die direkten Steuern der Kantone Aargau mit dualistischem und Zürich mit monistischem Grundstückgewinnsteuersystem als Beispiel für die direkten Steuern aller Kantone.

 

Autor

Giorgio Meier-Mazzucato

Entgeltliche Unternehmensnachfolge von KMU mit Schwerpunkt steuerliche Aspekte, 732 Seiten, broschiert, CHF 128.-, Stämpfli Verlag AG Bern; ISBN: 3727296712

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit.

Jahresabschluss und Finanzen von Stiftungen

Ein professionelles Finanzmanagement wird für gemeinnützige Stiftungen immer wichtiger. Im Kampf um knappe Finanzmittel sind eine ordnungsmässige Buchführung sowie eine effiziente Bewirtschaftung des Stiftungsvermögens die zentralen Voraussetzungen dazu.

 

Der Leser erfährt in Kürze alles Wichtige über die Rechnungslegung von gemeinnützigen Stiftungen (Bilanz, Betriebsrechnung, Anhang und Tätigkeitsbericht) und über die jährliche Berichterstattung gegenüber den Aufsichtsbehörden. Es wird gezeigt, wie die neuen Bestimmungen zu Revision, Internem Kontrollsystem (IKS) und Sanierung bei Stiftungen am besten in die Praxis umgesetzt werden. Ein besonderer Teil widmet sich der Vermögensanlage. Dieser geht auf alle wichtigen Fragen zu Anlagemöglichkeiten, Verantwortlichkeiten und Anlageprozess ein. Zahlreiche Beispiele aus der aktuellen Rechnungslegungs- und Anlagepraxis illustrieren die Ausführungen der beiden Autoren umfassend.

 

 

Weitere Informationen

Zöbeli, D. / Neubert, L.: Jahresabschluss und Finanzen von Stiftungen – Rechnungslegung, Revision, Internes Kontrollsystem (IKS), Sanierung und Vermögensanlage, Schriftenreihe der Fernfachhochschule Schweiz, Zürich: Verlag Orell Füssli, 2009. Bestellung auf hier möglich.

 

My Balanced Scorecard

Wertorientierte Unternehmensführung setzt voraus, dass entsprechende Strategien ausgewählt und dann auch umgesetzt werden. Konzepte der strategischen Unternehmenssteuerung, welche primär auf Finanzkennzahlen ausgerichtet sind, sehen sich jedoch in der Unternehmenspraxis häufig einer nicht geringen Skepsis ausgesetzt. Oft geäusserte Kritikpunkte sind dabei, dass nichtmonetäre Erfolgspotenziale schlicht ausgeblendet werden und kritische Führungsengpässe sich erst dann in monetären Grössen niederschlagen, wenn es für Korrekturmassnahmen in aller Regel schon zu spät ist. Seit fast fünfzehn Jahren wird von Kaplan und Norton mit der Balanced Scorecard (BSC) ein strategisches Planungsinstrument propagiert, welches dazu gedacht ist, diesen Kritikpunkten durch ein ausbalanciertes System qualitativer und quantitativer, subjektiver und objektiver sowie strategischer und operativer Indikatoren entgegenzuwirken.
Besonders anschaulich ist das von Friedag und Schmidt (2000) propagierte ZAK-Konzept.Danach werden im ersten Schritt die strategischen Ziele (Z) abgeleitet. Um die Kräfte im Unternehmen zu bündeln, sollte man sich auf wenige strategische Ziele beschränken. Parallel dazu müssen die strategischen Ziele durch Messgrössen operationalisiert werden, sonst besteht die Gefahr, dass die einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder aneinander vorbeireden. So wird der Marketing- oder Vertriebsleiter unter einer Verbesserung der Kundenzufriedenheit vermutlich etwas anderes verstehen als der Finanzchef oder der Logistikleiter.
Im zweiten Schritt müssen geeignete Aktionen (A) bis hin zur operativen Ebene abgeleitet werden, von denen man erwartet, dass sie sich günstig auf die Erreichung der strategischen Ziele auswirken. Über die Festlegung von Aktionen, die wiederum auf einer Analyse der wichtigsten Einflussfaktoren der Performance basiert, wird der Link zwischen abstrakter strategischer und greifbarer operativer Ebene hergestellt. Erst im dritten Schritt geht es um die Festlegung von Kennzahlen (K). Mit ihnen soll erkennbar werden, ob die Aktionen tatsächlich greifen und zu einer Verbesserung der strategischen Ziele beitragen.

 

Was das Buch auszeichnet:

  • Die einzelnen Schritte werden anhand von durchgängigen Fallstudien erläutert.
  • Zahlreiche Beispiele und unzählige Kennzahlen aus der Praxis erleichtern die Anpassung an das eigene Unternehmen.
  • Die Tabellen, Grafiken Präsentationsvorlagen sowie eine BSC-Software auf der CD-ROM ersparen Ihnen viel Zeit und erleichtern den Start in Ihr BSC-Projekt.

Besonders hervorzuheben: Das Buch startet mit einer kleinen Geschichte zum Nachdenken: „Ich will glücklicher und zufriedener werden“, oder „wie komme ich zu meiner persönlichen Scorecard“. Das Buch ist einfach, verständlich und spannend geschrieben. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen.

 

Weitere Informationen

Herwig R. Friedag/Walter Schmidt

My Balanced Scorecard. Das Praxishandbuch für Ihre individuelle Lösung: Fallstudien, Checklisten, Präsentationsvorlagen, 3. Aufl. ISBN 3-448-6500-5·Haufe Verlag, Freiburg 2004, mehr als 330 Seiten gebunden, CHF 69.00, Bestellung auf book.ch möglich.

Controlling - Wichtigste Methoden und Techniken

Durch Unterstützung von veb.ch war es möglich, eine französische und italienische Übersetzung des Controlling-Buchs zu realisieren. Das praktische Wörterbuch im Anhang liegt daher jetzt in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache vor. Ebenso sind auf der beiliegenden CD-ROM alle Cockpits und Fallstudien mehrsprachig verfügbar. In der gleichzeitig erscheinenden zweiten deutschen Auflage, auf der die Übersetzungen beruhen, sind gegenüber der ersten Auflage an verschiedenen Stellen Korrekturen und Aktualisierungen vorgenommen worden. Ergänzungen betreffen vor allem den Abschnitt zu den Methoden der Verrechnungspreisfindung. Weiterhin wurde die Literatur auf den neuesten Stand gebracht und ergänzt. Bestellmöglichkeit