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Einführung

Die Gehaltserhebung wurde in 2009 erstmals in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Statistik und Empirische Wirtschaftsforschung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich durchgeführt. Die Befragung fand im ersten Quartal 2009 statt. Insgesamt gingen 2058 ausgefüllte Fragebögen ein. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 31.4%, und ist ein Plus von 23.5% gegenüber den 1666 eingegangenen und erfassten Meldungen der Gehaltserhebung 2006. Der Anteil der unselbstständig erwerbenden DiplominhaberInnen an allen Meldungen beträgt 40.2%, der der unselbstständig erwerbenden FachausweisinhaberInnen 47.7%. Die laufende Gehaltserhebung bringt eine Reihe von Änderungen gegenüber ihren Vorläufern in 2004

und 2006. So wurde der Fragenkatalog erweitert. Erstmalig abgefragt wurden unter anderem Informationen zu den fixen und variablen Einkommensbestandteilen, zur Finanzierung von Weiterbildungsmassnahmen, zur gewünschten Arbeitszeit und zur Arbeits- und Einkommenszufriedenheit. Bei der Auswertung wurden neue Schwerpunkte gelegt. Eine wichtige Innovation ist die Einführung eines Gehaltsrechners. Dieser liefert einen Richtwert für das typische Gehalt, das eine Person mit gleicher Ausbildung, Alter, Position, Branche und Firmengrösse erwarten kann.

 

 

Das Wichtigste in Kürze
Das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen in 2008 für alle Meldungen liegt bei CHF 154'300. Unselbstständig erwerbstätige FachausweisinhaberInnen kommen auf eine Durchschnittsgehalt von CHF 123'500. Ein Viertel von ihnen verdient mehr als CHF 140'000. Bei den unselbstständig erwerbstätigen DiplominhaberInnen beträgt das Durchschnittsgehalt CHF 189'800, und 25% verdienen mehr als CHF 205'000. Mehr als die Hälfte der Befragten (54.7%) gab den Bezug eines variablen Einkommensbestandteils an. Unter diesen Befragten betrug die durchschnittliche variable Einkommenskomponente CHF 36'200, beziehungsweise 17.0% des Gesamteinkommens.

Entwicklung der Gehälter seit 2004 – anhaltendes Wachstum. Die letzten zwei Gehaltserhebungen wurden in 2004 und 2006 durchgeführt. Das durchschnittliche Gehalt von DiplominhaberInnen lag in 2004 bei CHF 171'900, in 2006 bei CHF 175'000. Während also das Wachstum zwischen 2004 und 2006 mit 0.9% pro Jahr eher moderat ausfiel, gab es in den letzten Jahren mit einer jährlichen Wachstumsrate von 2.8% eine deutliche Beschleunigung der Gehaltsdynamik. Diese nominalen Zuwächse liegen klar oberhalb der Inflationsraten, die zwischen 2006 und 2008 im Durchschnitt 1.4% betrugen.
 

Weitergehende Analysen zeigen, dass der Trend bei den DiplominhaberInnen massgeblich von der Entwicklung bei den Spitzengehältern geprägt ist. Zum Beispiel hat sich die Anzahl der Meldungen von DiplominhaberInnen mit einem Jahreseinkommen von mehr als CHF 500'000 von 3 in 2006 auf 16 in 2009 mehr als verfünffacht. Bei den FachausweisinhaberInnen sind ebenfalls Zuwächse im Realeinkommen zu verzeichnen. Allerdings verläuft hier die Entwicklung gleichförmiger: Während die jährlichen Wachstumsraten zwischen 2004 und 2006 mit 2.4% noch über denen der DiplominhaberInnen lagen, ist für die Periode 2006-2009 mit 2.1% ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Daher sind die Gehälter der FachausweisinhaberInnen zwischen 2006 und 2009 weniger stark gestiegen als die der Diplominhaberinnen.

 

Ausblick zur Gehaltsentwicklung

Die Frage nach den Auswirkungen der aktuellen Krise auf die Gehälter von Diplom- und Fachausweisinhaberinnen lässt sich mit der aktuellen Gehaltserhebung nicht definitiv beantworten. Von den Erwartungen her ist jedoch kein Pessimismus zu spüren. So hat sich der Anteil derjenigen, die für das kommende Jahr eine Reallohnerhöhung erwarten gegenüber 2006 sogar erhöht, bei den DiplominhaberInnen von 55.8% auf 57.7%, und bei den FachausweisinhaberInnen von 61.0% auf 62.4%.

 

Einschätzung der beruflichen Situation

Die Gehaltserhebung liefert zahlreiche weitere Indizien dafür, dass die Mehrzahl der Befragungsteilnehmer ihre berufliche Situation durchaus positiv einschätzt. So ist der Anteil derjenigen, die für die nächsten 12 Monate einen Stellenwechsel planen gegenüber 2006 gefallen, bei den DiplominhaberInnen leicht von 18.7% auf 18.4%, und bei den FachausweisinhaberInnen deutlicher von 24.7% auf 20.2%. Ein kleiner Wermutstropfen findet sich bei der Arbeitszeit: Die deutliche Mehrheit aller Befragungsteilnehmer (74.7%) wünscht sich eine Wochenarbeitszeit, die unterhalb der tatsächlich verrichteten Arbeitsstunden liegt. Alles in allem trübt dies die Arbeitszufriedenheit jedoch nicht allzu sehr. Sie befindet sich im Durchschnitt auf einem sehr hohen Niveau, nahe dem Wert von 8 auf einer Skala von 0 (total unzufrieden) bis 10 (total zufrieden).

Weiterführende Analysen

Die veb.ch Publikation Gehaltserhebung 2009 enthält viele weiterführende Analysen. Beispielsweise wird die Gehaltsentwicklung aufgeschlüsselt nach Alter, Branche, Kanton, Position in der Firma, und nach der Firmengrösse. Insbesondere gibt es auch detaillierte Statistiken zum Gehaltsvergleich von Frauen und Männern. Zudem werden die Weiterbildungsaktivitäten thematisiert, inklusive der Art der Finanzierung. Und schliesslich enthält der Bericht, wie eingangs angedeutet, einen Gehaltsrechner mittels dem sich ein Referenzeinkommen berechnen lässt. 

 

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