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Empfehlung von Prof. Dr. Dieter Pfaff, Vizepräsident veb.ch

Jahrbuch zum Finanz- und Rechnungswesen 2016

Im «Jahrbuch Finanz- und Rechnungswesen 2016» analysieren erfahrene Experten die Probleme und Spannungsfelder, mit denen sich Leiter des Finanz- und Rechnungswesens sowie Controller aktuell konfrontiert sehen, und zeigen Strategien und Wege zur Lösung auf. So finden Sie praxisorientierte Antworten zu folgenden Themen:

  • Das neue Rechnungslegungsrecht – Knacknüsse und Anwendungsfragen aus der Praxis
  • Hintergründe für den Wechsel börsenkotierter Unternehmen von IFRS auf Swiss GAAP FER
  • Umgang mit stillen Reserven in Schweizer KMU
  •  NPO Bilanz nach Swiss GAAP FER 21
  •  Zusammenarbeit der Revisionsstelle mit dem Prüfungsausschuss
  • Digitalisierung der Unternehmenssteuerung

Daneben werden Themen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung in Europa sowie zur richtigen Bildung von Vergleichsgruppen für ein Unternehmen bei der Beurteilung seiner wirtschaftlichen Situation behandelt.

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Jahrbuch zum Finanz- und Rechnungswesen 2016
ISBN
978-3-297-14116-8, WEKA Business Media AG, Zürich 2016.

Conrad Meyer / Dieter Pfaff (Hrsg.)

Bis 31.12.2016 erhalten Sie als veb.ch-Mitglied 20% Rabatt auf das Jahrbuch Finanz- und Rechnungswesen 2016.

Das Buch können Sie hier bestellen.

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Die Inhalte und die Autoren im Überblick:

Die SIX Swiss Exchange erlaubt Unternehmen im „Domestic Standard“, ihre Jahresrechnung gemäss Swiss GAAP FER zu erstellen. Seit dem Jahr 2008 haben über 30 börsenkotierte Schweizer Gesellschaften von diesem Recht Gebrauch gemacht und von den IFRS zu Swiss GAAP FER gewechselt. Stephan Glanz untersucht, inwieweit diese Emittenten der Zielgruppe der Swiss GAAP FER entsprechen, welche Auswirkungen der Wechsel sowohl in der Rechnungslegung als auch aus Sicht der Kapitalmarktteilnehmer hat und welche Gründe die Unternehmen zum Wechsel veranlasst haben.

Für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2015 oder danach begonnen haben, sind die neuen Rechnungslegungsregeln nun zwingend anzuwenden. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen haben von einer vorzeitigen Anwendung abgesehen und stehen daher dieses Jahr vor den Herausforderungen der Erstanwendung. Tobias Hüttche zeigt anhand typischer Beispiele auf, welche Überlegungen sich bei der Ersterfassung von Vermögenswerten, der Folgebewertung sowie der Bewertung zu Marktpreisen ergeben. Detailliert wird dabei auf die relevanten Gesetzesartikel, Wahlrechte und Spielräume eingegangen.

Die Bildung von stillen (Willkür-) Reserven bei der Erfassung von Rückstellungen ist auch nach dem neuen Rechnungslegungsrecht weiterhin zulässig. Die Swiss GAAP FER sind hingegen dem Prinzip der True & Fair View verpflichtet und sehen vor, dass Rückstellungen in der Höhe des erwarteten Mittelabflusses ausgewiesen werden. Daniel Suter und Evelyn Teitler-Feinberg erklären, wo sich Swiss GAAP FER und das OR unterscheiden, und erläutern, wie eine Überleitungsrechung erstellt werden kann.

Im Beitrag von Marco Gehrig und Marc Stoller steht der Umgang der stillen Reserven bei Schweizer KMU im Vordergrund. Besonderes Augenmerk wird auf die wesentlichen Änderungen im neuen Rechnungslegungsrecht gelegt. Die Autoren beleuchten zudem die verschiedenen Arten der Bildung und die Motive dazu. Ergänzt wird der Beitrag mit den Ergebnissen einer Befragung von 284 Schweizer Treuhandunternehmen.

Eine der Besonderheiten von Nonprofit-Organisationen ist die Passivseite der Bilanz, welche kein Eigenkapital ausweist. An seine Stelle treten das Fonds- und Organisationskapital. Mit der Überarbeitung von FER 21 werden beide Positionen klarer voneinander abgegrenzt und die Möglichkeit, mit freien Reserven Fondskapital zu bilden, abgeschafft. Daniela Schmitz und Daniel Zöbeli erklären in ihrem Beitrag die neuen Regelungen von FER 21, deren Feinheiten und Konsequenzen.

Die effektive Zusammenarbeit von Audit Committee und externer Revisionsstelle ist wichtig für die Qualität der Prüfung. Frank Schneider diskutiert die Voraussetzungen dafür und zeigt weiteres Entwicklungspotenzial auf. Er geht dabei auf regulatorische Vorgaben, die Zusammensetzung des Prüfungsausschusses und die Kommunikation zwischen Ausschuss und Revisionsstelle ein.

Nachhaltigkeit gewinnt auch in der Unternehmensberichterstattung zunehmend an Bedeutung. Da in Europa keine gesetzlichen Regelungen dazu existieren, variieren der Umfang und die Qualität der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen zu Unternehmen zum Teil sehr stark. Katrin Hummel stellt die Ergebnisse ihrer in Zusammenarbeit mit Christian Schlick durchgeführten Untersuchung zum Zusammenhang von Nachhaltigkeitsperformance und Berichterstattung dar. Mit einem methodisch neuen Vorgehen können sie die Widersprüche theoretischer Erklärungsansätze lösen und aufzeigen, wie sich gute und schlechte Performance in der Berichterstattung niederschlagen.

David Oesch diskutiert die Schwächen traditioneller Ansätze zur Bildung von Vergleichsgruppen für Unternehmen und zeigt auf, wo die Vorteile neuer Verfahren liegen. Er geht dabei auf Industrieklassifizierungen ein und vergleicht die daraus abgeleiteten Peers mit der Heranziehung der im Jahresabschluss offengelegten Konkurrenten. Die Bildung von Vergleichsgruppen ist sowohl in der Praxis als auch in der akademischen Forschung von grosser Wichtigkeit. Beide können von modernen Verfahren profitieren.

Carsten Bork, Sascha Brosig, Walid Mehanna und Stefan Tobias widmen sich im letzten Beitrag den Folgen der Digitalisierung und wagen eine Prognose, wie sich diese auf die Unternehmenssteuerung auswirken könnte. Sie gehen dabei auf neue Modelle, die Bedeutung von Daten und die Potenziale der Datenanalytik ein.