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Empfehlung von Prof. Dr. Dieter Pfaff, Vizepräsident veb.ch

Jahrbuch zum Finanz- und Rechnungswesen 2017

Im Jahrbuch Finanz- und Rechnungswesen 2017 analysieren einmal mehr ausgewählte Experten aus Praxis und Wissenschaft aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen, mit denen sich Leiter des Finanz- und Rechnungswesens sowie Controller aktuell konfrontiert sehen. Darüber hinaus werden Strategien und Wege zu deren Lösung aufgezeigt.

So finden sich praxisorientierte Antworten auf Fragen wie:·

  • Wie sehen die steuerstrategischen Herausforderungen und ihre Auswirkungen auf die Rechnungslegung aus?
  • IFRS 9 Finanzinstrumente aus der Sicht von Industrieunternehmen - Was sind die möglichen Vorteile der neuen Bilanzierungsvorschriften?
  • Was muss beim Umgang mit Personalvorsorgeverpflichtungen in der finanziellen Führung von Unternehmen beachtet werden?
  • Was sind die wesentlichen Auslegungsfragen und Probleme bei der Umsetzung des revidierten Buchführungs- und Rechnungslegungsrechts?
  • Determinanten der Revisionshonorare bei kotierten Schweizer Gesellschaften - Welche Faktoren beeinflussen die Kosten der Revision?·
  • "Key Audit Matters" im neuen Revisionsbericht - Welche Auswirkungen haben die Änderungen für Unternehmen?
  • Moderne Instrumente zur integrierten Konzernplanung und deren Umsetzung - Wie gelingt eine erfolgreiche Implementierung?

Daneben werden Themen behandelt wie:

  • Lease Accounting im Wandel
  • Swiss GAAP FER: Branchenstandard für Schweizer Kliniken und Spitäler
  • Der Schwankungsfonds sozialer Einrichtungen - theoretische Grundlagen, Bilanzierungspraxis und Verbuchung

Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre viel Freude.

Mit kollegialen Grüssen

Ihr Dieter Pfaff

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Jahrbuch Finanz- und Rechnungswesen 2017

ISBN 978-3-297-14117-5, WEKA Business Media AG, Zürich 2017, 278 Seiten, Preis: CHF 98 exkl. MWST

Bis 31.12.2017 erhalten Sie als veb.ch-Mitglied 20% Rabatt auf das gesamte Sortiment von weka.ch im Warenkorb bitte den Guteschein-Code WEKA2017 eingegeben un der Preis wird automatisch angepasst.

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Die Inhalte und Autoren im Überblick

Die internationale Steuerlandschaft erlebt aufgrund der Nachwirkungen der Finanzkrise turbulente Zeiten. Diese bringen neue Herausforderungen für die Unternehmen mit sich, indem sie die Entwicklungen der Steuerlandschaft laufend neu zu beurteilen und entsprechende strategische sowie operative Entscheidungen zu treffen haben. Markus R. Neuhaus und Reto Inauen greifen in ihrem Beitrag die aktuellen Themen Konzernsteuerplanung, Steuerreporting, Transparenz bei Unternehmenssteuern sowie die Schweizer Unternehmenssteuerreform III auf und beschreiben die internationalen Entwicklungen, ihre strategische Bedeutung und deren Auswirkungen auf die Rechnungslegung.

Bei der Anschaffung und Nutzung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen stellt das Leasing für viele Unternehmen eine attraktive Finanzierungsalternative dar. So werden Vermögensgegenstände über einen definierten Zeitraum gegen Zahlung eines Entgelts genutzt, ohne tatsächlich erworben zu werden und damit vollständig finanziert werden zu müssen. Die Bilanzierung von Leasingverträgen nach IFRS und US-GAAP war aufgrund der Off-Balancesheet-Bilanzierung von operativen Leasingverhältnissen lange Zeit umstritten und wurde bereits 2006 auf die Agenda des Konvergenzprojekts des IASB und des FASB genommen. Anfang 2016 veröffentlichten beide Standardsetter getrennt voneinander einen neuen Rechnungslegungsstandard zum Thema Leases. Im Beitrag von Christoph Michel und Ralf Noffke werden die bisherigen Rechnungslegungsgrundsätze für Leasingvereinbarungen sowie die Vorgaben der neuen Standards ausführlich erläutert und anhand von Beispielen dargestellt.

Obwohl Industrieunternehmen von der Einführung des IFRS 9 zu Finanzinstrumenten, der für Geschäftsjahre beginnend ab 1. Januar 2018 in Kraft tritt, deutlich weniger tangiert werden als Banken und Finanzinstitute, ist die Anzahl der frühzeitigen Anwender in diesem Sektor ungleich höher. Patricia Bielmann gibt in ihrem Beitrag einen umfassenden Überblick über den Standard und geht dabei auf die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, die Bilanzierung von Wertminderungen und das Hedge Accounting ein. Mit dem Fokus auf Industrieunternehmen beschreibt sie die neuen Anforderungen und zeigt mögliche Vorteile der neuen Bilanzierungsvorschriften auf.

Die Personalvorsorgeverpflichtungen zählen zu den Hauptgründen eines Wechsels von IFRS auf Swiss GAAP FER vieler börsenkotierter Schweizer Unternehmen. Thomas K. Birrer, Markus Gisler und Pascal Koradi erläutern die Unterschiede in der Bilanzierung von Leistungen zur Altersvorsorge zwischen den verschiedenen Standards und illustrieren die Folgen und Auswirkungen eines Wechsels zu den Schweizer Fachempfehlungen zur Rechnungslegung. Dabei legen sie zunächst die einschlägigen Bestimmungen zum Umgang mit Vorsorgeverpflichtungen nach IAS 19 (rev.) und Swiss GAAP FER 16 und 26 dar und stellen anschliessend die Ergebnisse ihrer deskriptiven Analyse von IFRS- und Swiss-GAAP-FER-Anwendern vor.

Spitäler befinden sich in einem zunehmend kompetitiven wirtschaftlichen Umfeld. Die per 1. Januar 2012 in Kraft getretene Spitalfinanzierung nach SwissDRG führte zu einer Abkehr vom Kosten- hin zu einem Preissystem und erhöhte die damit einhergehenden Transparenzanforderungen. Trotz der verschiedenartigen Herausforderungen der einzelnen Spitäler haben sich die Swiss GAAP FER als Rechnungslegungsstandard in der Branche durchgesetzt. Michael Herzog, Marc Dominic Widmer und Simon Thalmann erklären in ihrem Beitrag die Auswirkungen der Veränderungen im Finanzierungssystem von Spitälern und begründen die Verbreitung der Swiss GAAP FER als Branchenstandard.

Im Rahmen der Neugestaltung des Finanzausgleichs (NFA) wurde die Finanzhoheit über Behinderteneinrichtungen zum 1. Januar 2008 vom Bund auf die Kantone übertragen. Dabei wurde simultan ein Systemwechsel in der Finanzierung von sozialen Einrichtungen vorgenommen. Die ehemals betriebliche Defizitgarantie wurde durch eine "subjektorientierte" Objektfinanzierung mit Pauschalzahlungen ersetzt, sodass die wirtschaftliche Verantwortung nunmehr bei den einzelnen Betrieben liegt. Der Beitrag von Gregor Rutishauser, Daniela Schmitz, Elke Wattinger und Daniel Zöbeli erörtert die theoretischen Grundlagen sowie die Bilanzierungspraxis und Verbuchung von Schwankungsfonds und veranschaulicht dies mit einem Buchungsbeispiel.

Das von der Bundesversammlung im Dezember 2011 verabschiedete neue Rechnungslegungsrecht (32. Titel des Obligationenrechts) war für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2015 oder danach begonnen haben, zwingend auf den Einzelabschluss anzuwenden; mittlerweile liegen erste Erfahrungen in der Anwendung vor. Der Beitrag von Marco Passardi erläutert die Umsetzung des revidierten Buchführungs- und Rechnungslegungsrechts (Art. 957 ff. OR) mithilfe eines Fallbeispiels eines fiktiven Unternehmens, der Vitomer AG. Anhand zentraler Fragestellungen aus der Praxis greifen die Beispiele die Themen Ausweis, Darstellung und Periodenabgrenzung, Gewinnverwendung und Dividendensperre, Periodenabgrenzung, Bilanzstichtag und Teilgewinnrealisierung sowie Sanierung auf und geben jeweils ausführliche Lösungsvorschläge an.

Reto Eberle und Radina Bamert befassen sich in ihrem Beitrag mit den Honoraren der Revisionsstelle und ihren Determinanten bei kotierten Schweizer Gesellschaften. Dabei geben sie zunächst einen Überblick über die theoretischen Grundlagen und die bisherigen Forschungserkenntnisse. Neben dem Haftungsrisiko, der Haftungsaufteilung und der Produktionsfunktion der Revisionsunternehmen liegt der Schwerpunkt ihrer Untersuchung auf dem Einfluss der Ausgestaltung der Corporate Governance und der Wahl der Rechnungslegungsnorm der zu prüfenden Unternehmen. Anschliessend führen sie eine empirische Analyse kotierter Schweizer Unternehmen durch, in der sie die einzelnen Einflussfaktoren mittels verschiedener Regressionsanalysen identifizieren.

Mit der Veröffentlichung der neuen bzw. revidierten Auditor Reporting Standards vom International Auditing and Assurance Standards Board im Januar 2015 wurden weitreichende Änderungen in der Abschlussprüfung von Unternehmen vorgenommen. Bedeutendstes Element in der grundlegenden Überarbeitung des Abschlussprüferberichts ist die Einführung sogenannter Key Audit Matters (KAM), welche für die Prüfung bedeutsame Sachverhalte darstellen. Durch den Beschluss der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde sind diese für Prüfungen bei Gesellschaften mit kotierten Beteiligungsrechten oder Anleihensobligationen ab dem 15. Dezember 2016 anzuwenden, unabhängig davon, nach welchen Prüfungsstandards (ISA, PS oder ausländischen Vorgaben) die Prüfung erfolgt. Martin Nay und Beat Rüfenacht erläutern die Inhalte des neuen Berichts des Abschlussprüfers mit Fokus auf die neu eingeführten KAM und geben illustrative Beispiele.

Besonders in Konzernen wirft die Planung als eines der zentralen Steuerungsinstrumente innerhalb des Controllings Probleme auf, da zwischen den verschiedenen organisationalen Einheiten ein erhöhter Abstimmungs- und Koordinationsbedarf besteht. Der Beitrag von Sascha Brosig, Christian Offenhammer, Dominik Schwyter und Daniel Schlatter beschreibt die aktuellen Herausforderungen und daraus abgeleitet die Anforderungen an die Konzernplanung, stellt moderne und auf die Problemfelder ausgerichtete Planungskonzepte vor und erklärt die Projektansätze und Faktoren einer erfolgreichen Implementierung.